BELASTUNG RAUF, LEBENSQUALITÄT RUNTER: CORONA TRIFFT PFLEGENDE ANGEHÖRIGE BESONDERS HART

Pflegende Angehörige leiden überdurchschnittlich stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das zeigt das Ergebnis einer Untersuchung der Bremer Wissenschaftler*innen Rothgang und Wolf-Ostermann im Auftrag der DAK.

Demnach sagte mehr als jede*r zweite Befragte, dass durch die Pandemie sowohl die Belastung durch die Pflege gestiegen sei als auch ihr/sein Gesundheitszustand sich verschlechtert habe. Ein Drittel der Befragten bewertete die eigene Lebensqualität als schlecht oder sehr schlecht, vor der Corona-Pandemie waren es nur sieben Prozent – der Wert hat sich also mehr als vervierfacht.

Schon vor der Corona-Pandemie waren die pflegenden Angehörigen überwiegend schwer belastet, nicht wenige von ihnen so sehr, dass sie die Fortsetzung ihrer bislang unentgeltlichen Sorge- und Pflegearbeit in Frage stellten. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass sich pflegende Angehörige von der Politik in ihrer Rolle nicht hinreichend wahrgenommen fühlen. Für die Zukunft sei es daher, so die Studienautoren, wichtig, neben Krankenhäusern und Pflegeheimen auch die pflegenden Angehörigen und die Situation der häuslichen Pflege zu beachten.

Die Studie können Sie bei der DAK als PDF herunterladen.

Lesen Sie nachfolgend auch die entsprechende Pressemitteilung der DAK: